Trotz Skandalg’schichterln, heiterem Prominenten-Raten mit Richard L. (Wen bringt denn der Mörtel heuer mit? Angeblich ist es Dita von Teese) und nervösen Debütantinnen und Debütanten (Au, das Kronderl drückt aber!) steht der Opernball auch für Tradition und ein Stückerl Österreich.
Tradition deswegen, weil der Ball auf die legendären Feste der Zeit des Wiener Kongress (1814 – 1815) zurück gehen soll. Wer kennt ihn nicht, den alten Schinken „Der Kongress tanzt“?
Während des zweiten Weltkriegs gab es keinen Opernball. Einerseits, weil die Leute eh nix zum Feiern gehabt haben und andererseits, weil das Opernhaus – wie vieles andere in Wien auch – von Bomben zerstört wurde.
Erst 10 Jahre nachdem es hieß „Österreich ist frei!“ hatte sich Wien im Jahr 1955 soweit von den Kriegswirren erholt, sodass die Staatsoper wieder eröffnet werden konnte. 1956 fand dann der erste Opernball der Zweiten Republik statt. Und seitdem heißt es einmal jährlich „Alles Walzer!“
Freuen wir uns auf Wein, Weib und Gesang.
Fräulein Pünktchen geht jetzt Opernball gucken.
Richard K. Breuer sagte,
Februar 4, 2008 @ 14:05
Naja, die Oper war während des Krieges ausgebombt – ich glaube, es war sogar der letzte Angriff der Alliierten. Was für eine Katastrophe, damals. Man dachte schon daran, die Reste, die noch standen, gänzlich abzureißen, aber gottlob fanden sich dann doch viele Leute, die dagegen protestierten – und so wurde die alte Oper wieder aufgebaut [die, als sie 1869 eröffnet wurde, vom Wiener Publikum beschimpft wurde, weil sie ihnen nicht gefiel - kein Wunder, dass sich der Architekt wenig später den Strick nahm ... ja, soviel zum Wiener Charme]
mademoisellepunktchen sagte,
Februar 4, 2008 @ 14:05
Ja, zum Glück fanden sich diese Menschen. Man stelle sich vor, die Oper gäbs nicht (mehr). Nicht, dass es nicht genug andere Sehenwürdikeiten in dem schönen Wien gäbe aber die Staatsoper ist, soweit ich das von hier aus beurteilen kann schon etwas ganz besonderes. Und schließlich eines der berühmtesten Häuser der Welt. Und schließlich und endlich war ja auch Herbert von Karajan (famos) künstlerischer Leiter der Oper und trug maßgeblich zum Weltruhm bei….
Falls dich Herbert von Karajaninteressieren sollte, der „ZEIT Geschichte“ gibts jetzt gerade ein Extra-Heft. Kann ich nuuuuur empfehlen
Richard K. Breuer sagte,
Februar 4, 2008 @ 14:05
Der Karajan? Hmm?! Kann mich net so erwärmen für ihn … aber vielleicht kommt das noch …
mademoisellepunktchen sagte,
Februar 4, 2008 @ 14:05
Ja, vielleicht kommt das ja noch
…… Muss unbedingt einen Eintrag über ihn machen. Schau mir nämlich gerade das „legendäre“ Neujahrskonzert von 1987 an. Fabelhaft!
pebowski sagte,
Februar 4, 2008 @ 14:05
Bis vor kurzem hat es ja gegenüber der Oper ein Karajan Centrum gegeben – hat aber leider geschlossen. Und Führungen durch die Oper werden leider im Eilzugstempo absolviert – kaum ist man drinnen, ist es auch schon vorbei …
mademoisellepunktchen sagte,
Februar 4, 2008 @ 14:05
Das ist schade. Hätte sich bestimmt gelohnt es sich anzuschauen.
Ja, das find ich auch immer blöd. Ist ja bei Schlössern etc. nicht anders. Man kann es gar nicht auf sich wirken lassen weil man in einer einer dreiviertel Stunde von einem ins andere Zimmer gescheucht wird…
Aber in Wien gibt es doch das „Haus der Musik.“ Das muss ich mir auf jeden Fall irgendwann einmal anschauen!